1,325 MRD werden im Münchner Stadthaushalt mal einfach falsch gebucht, zwingende Abschreibungen werden nicht gemacht, Werte in der Bilanz völlig falsch ausgewiesen u.s.w.. Und zwar nicht weil mal ein Fehler passiert ist (der jedem passieren kann, aber in der freien Wirtschaft gleich dramatische Konsequenzen hätte) sondern weil die Mitarbeiter der Verwaltung mal wieder angeblich so überlastet sind und es im EDV-Zeitalter so schwierig ist, die Bauvorhaben richtig zuzuordnen und zu buchen. „Ein Buchungschaos das zeigt wieviel Arbeit im Alltag liegen bleibt…“. Klasse Begründung, mit der würde man sicher bei jedem Betriebsprüfer und Wirtschaftsprüfer so richtig punkten. Ein in der Kämmerei lang bekanntes Phänomen und man bedauert, macht aber einfach weiter. Das ist für mich insbesondere ein eklatantes Führungsproblem, das wohl mal ein paar klare interne Gespräche mit den jeweiligen Verantwortlichen erfordert. Ich denke, dann lässt sich dieser Stau, ohne zusätzliches aber vielleicht mit anderem Personal in der Führung, ganz schnell auflösen. Man muss es nur tun und wer das als Vorgesetzter nicht kann oder will, für den gibt es sicher andere Aufgaben in der umfangreichen Verwaltung. Nur immer nach neuem Personal zu rufen ist für mich jedenfalls kein Führungsverhalten.