Musik am Nachmittag

Fast 11.000 Konzerte mit klassischer Musik in den Jahren 1996 bis 12/2020 für annähernd 1.000.000 ältere Menschen. Initiiert und finanziert vom Stifter Erich Fischer als ein besonderes Dankeschön an die Kriegs- und Nachkriegsgenerationen. In festlichen Sälen bei Kaffee und Kuchen oder direkt in Alten- und Pflegeheimen.

Die Tatsache, daß Millionen älterer Menschen, die ohne eigenes Verschulden die Hauptlast des 2. Weltkrieges und die Entbehrungen der Nachkriegszeit tragen mußten, ihren Lebensabend in wirtschaftlichem und vielfach auch menschlichem Elend verbringen müssen, ist eines der unrühmlichsten Kapitel unserer heutigen Wohlstandsgesellschaft, die ihre Grundlagen ja gerade auch diesen Jahrgängen verdankt.

 

Toujours Mozart

TOUJOURS MOZART ist ein einzigartiges Geburtstagsfest, das seit 1997 alljährlich Ende Januar veranstaltet wird, um alte Mozartianer neu zu begeistern und neue Mozartfreunde zu gewinnen. Die Idee und das Konzept beruhen auf der Überzeugung von Erich Fischer, dass der meist freudlose Perfektionismus des heutigen Musikbetriebes wesentlich dafür verantwortlich ist, dass vor allem junge Menschen keine Lust mehr haben „klassische“ Musik zu hören, geschweige denn, selbst zu musizieren. 

Dem will TOUJOURS MOZART auf mehrfache Weise entgegenwirken:

  • unkonventionelle, ideenreiche Programme
  • Musiker, die mit Freude und Können bei der Sache sind

  • entspannte, publikumsnahe Konzertatmosphäre ohne Starrummel und elitärem Getue, die es dem Publikum gestattet, nicht nur Zuhörer, sondern Teilnehmer zu sein
  • Eintrittspreise, die sich jeder leisten kann.


MOZART VON JEDERMANN

ist der Veranstaltungsteil dem besondere,
ja prägende Bedeutung zukommt. Hier sind Musiker jeglicher Provenienz und Altersstufen eingeladen, „ihren“ Mozart einem Publikum vorzutragen, das nicht mit hochgespannten Erwartungen an eine CD-perfekte Aufführung gekommen ist, sondern aus Freude an einem wirklich lebendigen Musikerlebnis.

Musik für Schüler

Dieses sehr bedeutende Stiftungsprojekt wurde 1998 von Erich Fischer unter dem Motto "Musizieren statt Konsumieren" in's Leben gerufen, um insbesondere Schülern aus sozial benachteiligten Familien erste Begegnungen mit klassischer Musik zu ermöglichen.

Idee und Konzept beruhen auf der Erkenntnis des Stifters, daß sich das Wesen der Musik nicht durch's bloße Zuhören sondern letztendlich nur durch das selber musizieren, "Musik machen" offenbahrt. Dabei spielt die sog. musikalische Begabung nur eine untergeordnete Rolle.

Unter der Leitung von Heinrich Klug, langjähriger Solo-Cellist und Leiter der bekannten

Kinderkonzerte der Münchner Philharmoniker, wurden von 1999 bis 2010 richtungsweisende Musikworkshops und -unterricht für 17.000 Münchner Schüler und Kinder im Vorschulalter durchgeführt. Das überaus erfolgreiche Projekt mußte eingestellt werden, weil das Münchner Sozialreferat in einem skandalösen Vorgehen die Benutzung des Stiftungshauses in der Germersheimerstr. 24

wegen "Zweckentfremdung" von Wohnraum untersagte, obwohl es gleichzeitig an der angrenzenden Doppelhaushälfte den Betrieb eines Kindergarten erlaubte.

Amnesty National

Anlehnend an den Leitsatz des berühmten Strafrechtslehrers Prof. Gustav Radbruch (1878 bis 1949) „Das unendliche Ziel der Strafrechtsentwicklung ist nicht die Verbesserung des Strafrechts, sondern dessen Ersatz durch Besseres“, sieht der Stifter in der schrittweisen Reform des heutigen Strafrechts und Strafvollzugs einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung unserer Zivilisation. Dies sollte sich ganz besonders Deutschland zu eigen machen, das seinen Namen für alle Zeiten mit der Errichtung der furchtbarsten Gefängnisse besudelt hat.

Musik auf Rädern

Unter dem Titel OPER IM TASCHENBUCHFORMAT präsentiert der langjährige Musikdirektor der Stiftung, der renommierte Bratschist und Gründer des "festivo", Johannes Erkes, Kurzfassungen bekannter Opern – brillant arrangiert von Alexander Maschke – wie z.B. Zauberflöte und Don Giovanni von Mozart, Carmen von Bizet, Freischütz von v. Weber oder
La Bohème von Puccini.

Das Ensemble besteht aus ausgewählten Gesangssoliste und einem fulminant musizierenden Streichquartett.

"Oper im Taschenbuchformat" findet als klassische Straßenmusik Open Air sowie in Schulen, Altenheimen und anderen sozialen Einrichtungen (z.B. Sternstunden e.V.) statt. Die Aufführungen werden charmant in Szene gesetzt und von Johannes Erkes geistreich erläutert, um auch ein Publikum zu interessieren, das dem traditionellen Opernbetrieb eher fernbleibt.

Von 2007 – 2020 gab es bundesweit bereits 350 Aufführungen für einige zehntausend begeisterte Zuschauer. Die komplizierte Organisation liegt in den bewährten Händen von Gabriele Mantaj.